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Hanf Fakten

Neue Studie zeigt: CBD und CBG könnten Fettleber beeinflussen

CBD und CBG könnten laut aktueller Forschung Leberfett reduzieren und Entzündungen hemmen, indem sie den Fettstoffwechsel und die Zellfunktion beeinflussen. Besonders CBG zeigt starke Effekte auf den Stoffwechsel.

Die Forschung rund um Cannabinoide entwickelt sich rasant – und eine kürzlich veröffentlichte Studie des Pharmakologen Prof. Joseph Tam liefert nun spannende Hinweise auf mögliche Effekte bei der nicht-alkoholischen Fettleber (NAFLD). Im Fokus stehen dabei zwei Wirkstoffe aus der Hanfpflanze: Cannabidiol (CBD) und Cannabigerol (CBG). Beide wurden gezielt auf ihre Wirkung auf Leberzellen und Stoffwechselprozesse untersucht.

Fettleber – eine stille, aber weit verbreitete Erkrankung

Die nicht-alkoholische Fettleber entsteht, wenn sich zu viel Fett in den Leberzellen ansammelt. Häufig bleibt das lange unbemerkt – obwohl bereits Prozesse ablaufen, die die Leber langfristig schädigen können. Zu den wichtigsten Ursachen zählen:

  • unausgewogene Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Insulinresistenz

Gerade diese Mechanismen stehen im Zentrum der aktuellen Studie.

Was genau in der Studie untersucht wurde

Ein zentraler Punkt, der oft missverstanden wird: Die Forschenden haben reines CBD und reines CBG untersucht – also isolierte Substanzen unter Laborbedingungen. Das bedeutet:

  • keine handelsüblichen Produkte
  • keine Mischungen wie CBD Öl
  • kontrollierte Dosierung und Umgebung

Diese Unterscheidung ist entscheidend, um die Ergebnisse korrekt einzuordnen.

Weniger Leberfett – wie CBD und CBG wirken könnten

Die Studie zeigt, dass sowohl CBD als auch CBG Prozesse beeinflussen, die für die Entstehung der Fettleber zentral sind. Dazu gehört vor allem die sogenannte Lipogenese, also die Neubildung von Fett in der Leber. Diese könnte durch die Wirkstoffe gehemmt werden. Gleichzeitig wurden Hinweise darauf gefunden, dass:

  • Fett effizienter verarbeitet wird
  • weniger Fett in den Zellen gespeichert wird.

Das könnte langfristig zu einer Entlastung der Leber führen.

Entzündungen als Schlüsselmechanismus

Neben Fett spielt auch Entzündung eine zentrale Rolle bei der Fettleber. Die Studie zeigt, dass CBD und CBG:

  • entzündliche Signalwege beeinflussen
  • die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe reduzieren können

Das ist besonders relevant, da Entzündungen oft darüber entscheiden, ob sich eine Fettleber verschlechtert.

Zellenergie und „Recycling“ – ein neuer Ansatz

Ein besonders moderner Ansatz der Studie betrifft die Zellfunktion selbst. Die Forschenden beobachteten, dass Cannabinoide Prozesse aktivieren, die man als „Recycling-System“ der Zellen beschreiben kann. Dabei werden:

  • beschädigte Zellbestandteile abgebaut
  • überschüssige Fette verarbeitet

Zusätzlich verbessert sich die Energieversorgung der Zellen, was die Leistungsfähigkeit der Leber erhöhen könnte.

Was bedeutet das für CBD Öl?

Die Studie untersucht kein CBD Öl. Das bedeutet konkret:

  • Ergebnisse sind nicht 1:1 übertragbar
  • Produkte enthalten oft andere Konzentrationen
  • zusätzliche Inhaltsstoffe können die Wirkung verändern

Trotzdem bleibt relevant:

  • CBD Öl enthält den Wirkstoff CBD
  • und könnte ähnliche Prozesse beeinflussen – wenn auch nicht identisch

Die Forschung deutet zudem darauf hin, dass Kombinationen aus mehreren Cannabinoiden (z. B. CBD + CBG) zukünftig wichtiger werden könnten.

Wie belastbar sind die Ergebnisse?

Die Studie liefert wichtige mechanistische Erkenntnisse, aber:

  • basiert größtenteils auf präklinischen Daten
  • wenige Studien am Menschen
  • Wirkung individuell unterschiedlich

Das bedeutet: Es handelt sich um Grundlagenforschung – nicht um eine Therapieempfehlung.

Fazit: Vielversprechend – aber noch keine Anwendung im Alltag

Die Ergebnisse der Studie sind spannend und zeigen klar:

  1. CBD und CBG greifen in zentrale Prozesse der Fettleber ein
  2. insbesondere Stoffwechsel und Entzündungen werden beeinflusst
  3. CBG entwickelt sich zu einem wichtigen Forschungsfokus

Gleichzeitig gilt:

  • Untersucht wurden isolierte Wirkstoffe
  • nicht direkt auf CBD Öl übertragbar
  • weitere Studien notwendig

Dennoch eröffnet die Forschung neue Perspektiven – insbesondere für zukünftige Therapien und Cannabinoid-Kombinationen.

Häufige Fragen zu CBD, CBG und Fettleber (FAQ)

Wurde CBD Öl in der Studie untersucht? Nein. Die Studie untersuchte isoliertes CBD und CBG, nicht handelsübliche CBD Öl Produkte.

Kann CBD Öl trotzdem helfen? Möglicherweise, da es CBD enthält – die Wirkung kann jedoch von der Studie abweichen.

Was ist der Unterschied zwischen CBD und CBG? CBD wirkt vor allem entzündungshemmend, während CBG stärker auf den Stoffwechsel wirkt.

Ist CBG stärker als CBD? In dieser Studie zeigte CBG teilweise stärkere Effekte auf Stoffwechselprozesse.

Redaktioneller Inhalt wurde von Dr. Daniel Feurstein überprüft. ✓

Dr. Daniel Feurstein
Ausbildung:
  • Biologie-Studium an der Universität Konstanz mit Schwerpunkt Biochemie und Pflanzenphysiologie (2000 bis 2005)
  • Promotion am Lehrstuhl für Human- & Umwelttoxikologie an der Universität Konstanz (2006 bis 2009)
  • Post-Doc am renommierten Scripps Research Institute in Florida, USA (2010 bis 2011)
Berufserfahrung:
  • Study Director Bioanalytical Studies, Celerion Switzerland AG, Schweiz (2012 bis 2014)
  • Gruppenleiter Bioanalytik GxP, Molecular Partners AG, Schweiz (2014 bis 2018)
  • Gründer und CEO von Dr. Feurstein Medical Hemp GmbH (2017 bis heute)
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