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Hanf Fakten

CBD in der Zahnmedizin: Neue Studie zeigt Potenzial gegen Bakterien und Pilze

CBD könnte künftig eine wichtige Rolle in der Zahnmedizin spielen. Forscher untersuchten die antibakterielle und antifungale Wirkung von Cannabidiol gegen orale Keime wie S. mutans, P. gingivalis und C. albicans – mit vielversprechenden Ergebnissen für Mundgesundheit, Plaque und Zahnfleisch.

Die Forschung rund um CBD entwickelt sich rasant weiter. Während Cannabidiol bereits intensiv für Themen wie Schlaf, Stress oder Regeneration untersucht wird, richtet sich der Fokus der Wissenschaft nun zunehmend auf die Zahnmedizin. Eine neue wissenschaftliche Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 mit dem Titel “Potential Antimicrobial Use of Cannabidiol in Dentistry: A Scoping Review” analysiert erstmals umfassend die antimikrobiellen Eigenschaften von CBD im Mundraum. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: CBD könnte künftig eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Kariesbakterien, Entzündungen des Zahnfleisches und sogar Pilzinfektionen im Mund spielen. Besonders spannend ist dabei, dass Cannabidiol in mehreren Studien vergleichbare Effekte wie klassische Wirkstoffe wie Chlorhexidin zeigte – allerdings möglicherweise mit weniger Nebenwirkungen.

Was untersuchte die neue CBD-Studie aus 2025?

Die im Fachjournal Dentistry Journal veröffentlichte Studie wertete wissenschaftliche Arbeiten aus den Jahren 2019 bis 2025 aus. Insgesamt wurden über 1200 Publikationen analysiert, von denen schließlich zehn Studien die strengen Einschlusskriterien erfüllten. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob CBD antibakterielle und antifungale Eigenschaften gegen orale Krankheitserreger besitzt. Dabei untersuchten die Forscher verschiedene Mikroorganismen, die mit typischen Zahnerkrankungen in Verbindung stehen. Dazu gehörten unter anderem:

  • Streptococcus mutans – Hauptverursacher von Karies
  • Porphyromonas gingivalis – zentral bei Parodontitis
  • Candida albicans – häufig verantwortlich für orale Pilzinfektionen
  • weitere Bakterien, die an Entzündungen und Biofilmen beteiligt sind

Die Ergebnisse zeigen deutlich: CBD konnte das Wachstum verschiedener Mikroorganismen hemmen und Biofilme reduzieren.

Wie wirkt CBD gegen orale Bakterien?

Die Studien deuten darauf hin, dass CBD auf mehreren Ebenen gleichzeitig wirkt. Besonders interessant ist die Fähigkeit von Cannabidiol, die schützende Struktur bakterieller Biofilme zu stören.

CBD kann bakterielle Biofilme schwächen

Viele orale Erkrankungen entstehen durch sogenannte Biofilme – also bakterielle Gemeinschaften, die sich auf Zähnen und Zahnfleisch festsetzen. Diese Strukturen schützen Bakterien vor äußeren Einflüssen und erschweren die Behandlung. Die analysierten Studien zeigten, dass CBD:

  • die Zellwände bestimmter Bakterien verändern kann
  • die bakterielle Kommunikation („Quorum Sensing“) stört
  • die Struktur von Biofilmen destabilisiert
  • die Vermehrung von Keimen hemmt

Dadurch könnten Bakterien anfälliger für die körpereigene Immunabwehr und andere Therapien werden.

CBD gegen Karies und Zahnfleischentzündungen

Besonders häufig wurde die Wirkung von CBD gegen Streptococcus mutans untersucht – jenes Bakterium, das maßgeblich an der Entstehung von Karies beteiligt ist.

Weniger Wachstum von Kariesbakterien

Mehrere Untersuchungen zeigten, dass Cannabidiol das Wachstum von S. mutans deutlich reduzieren konnte. Zudem wirkten behandelte Biofilme weniger dicht und stärker porös. Auch bei Bakterien, die mit Parodontitis in Verbindung stehen, wurden hemmende Effekte beobachtet. Dazu zählen:

  • Porphyromonas gingivalis
  • Fusobacterium nucleatum
  • Aggregatibacter actinomycetemcomitans

Diese Erkenntnisse sind relevant, da chronische Zahnfleischentzündungen mit allgemeinen Gesundheitsproblemen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein können.

Antifungale Wirkung: CBD gegen Candida albicans

Neben Bakterien untersuchten mehrere Studien auch die Wirkung von CBD gegen Pilze.

Potenzial bei oraler Candidose

Der Hefepilz Candida albicans gehört natürlicherweise zur Mundflora. Gerät das Gleichgewicht im Mund jedoch aus der Balance, kann sich der Pilz stark vermehren und Beschwerden verursachen. Die Forschung zeigt, dass CBD:

  • das Wachstum von Candida albicans hemmen kann
  • die Anhaftung an Schleimhäute reduziert
  • die Bildung aggressiver Pilzformen beeinflusst

Dadurch könnte Cannabidiol künftig auch bei Pilzinfektionen im Mund therapeutisch interessant werden.

CBD Produke und Mundspülungen

Ein besonders spannender Teil der Studie betrifft die Anwendung von CBD in Dentalprodukten. Mehrere Forschungsarbeiten testeten:

  • CBD-haltige Produkte
  • Mundspülungen mit CBD
  • Hydrogele
  • Lacke mit kontrollierter Wirkstofffreisetzung
  • biomaterialbasierte Anwendungen

Eine Mundspülung mit 1% CBD erzeugte laut Studie eine antibakterielle Wirkung, die mit Chlorhexidin vergleichbar war. Auch CBD-Zahnpasten zeigten vielversprechende Ergebnisse gegen Plaque-Bakterien.

Warum CBD in der Zahnmedizin so interessant ist

Klassische antibakterielle Wirkstoffe wie Chlorhexidin gelten zwar als effektiv, können bei langfristiger Anwendung jedoch Nebenwirkungen verursachen. Dazu gehören:

  • Verfärbungen der Zähne
  • Geschmacksveränderungen
  • Schleimhautreizungen
  • Störungen der natürlichen Mundflora

Pflanzliche Wirkstoffe wie CBD könnten hier künftig eine schonendere Ergänzung darstellen. Zusätzlich besitzt Cannabidiol laut Forschung:

  1. entzündungshemmende Eigenschaften
  2. antioxidative Effekte
  3. immunmodulierende Wirkungen

Damit könnte CBD nicht nur gegen Keime wirken, sondern gleichzeitig entzündliche Prozesse im Mundraum positiv beeinflussen.

Die Grenzen der aktuellen Forschung

Trotz der vielversprechenden Ergebnisse betonen die Autoren der Übersichtsarbeit, dass weitere Forschung notwendig ist. Viele der bisherigen Untersuchungen wurden:

  • im Labor (in vitro) durchgeführt
  • mit unterschiedlichen CBD-Konzentrationen getestet
  • unter nicht standardisierten Bedingungen analysiert

Auch die Qualität kommerzieller CBD-Produkte spielt eine wichtige Rolle. Unterschiede in Reinheit, Herstellung und Konzentration können die Wirksamkeit erheblich beeinflussen.

Welche Bedeutung hat die Studie für die Zukunft?

Die wissenschaftliche Arbeit zeigt klar, dass CBD in der Zahnmedizin weit mehr sein könnte als nur ein kurzfristiger Trend. Besonders die Kombination aus:

  • antibakterieller Wirkung
  • antifungalen Eigenschaften
  • entzündungshemmenden Effekten
  • vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten

macht Cannabidiol zu einem spannenden Forschungsfeld für moderne orale Gesundheitsprodukte. In Zukunft könnten wir verstärkt sehen:

Fazit: CBD zeigt großes Potenzial für die orale Gesundheit

Die neue Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 liefert starke Hinweise darauf, dass CBD gegen verschiedene orale Krankheitserreger wirksam sein könnte. Besonders bei Kariesbakterien, Zahnfleischentzündungen und Pilzinfektionen zeigen die bisherigen Ergebnisse großes Potenzial. Auch wenn noch weitere klinische Studien notwendig sind, deutet die aktuelle Forschung darauf hin, dass CBD in der Zahnmedizin künftig eine wichtige ergänzende Rolle spielen könnte – insbesondere in innovativen Mundpflegeprodukten und modernen Therapiekonzepten. Für Verbraucher bedeutet das vor allem eines: Die Verbindung zwischen CBD und oraler Gesundheit wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich deutlich an Bedeutung gewinnen.

Quellennachweis:

Potential Antimicrobial Use of Cannabidiol in Dentistry: A Scoping Review. Dent. J. 2025, 13(11), 519.

HANAFSAN Blog. Ganzheitliche Zahnpflege: Mit CBD, Xylit und Ölziehen zu gesunden Zähnen

Fotos: HANAFSAN

Redaktioneller Inhalt wurde von Dr. Daniel Feurstein überprüft. ✓

Dr. Daniel Feurstein
Ausbildung:
  • Biologie-Studium an der Universität Konstanz mit Schwerpunkt Biochemie und Pflanzenphysiologie (2000 bis 2005)
  • Promotion am Lehrstuhl für Human- & Umwelttoxikologie an der Universität Konstanz (2006 bis 2009)
  • Post-Doc am renommierten Scripps Research Institute in Florida, USA (2010 bis 2011)
Berufserfahrung:
  • Study Director Bioanalytical Studies, Celerion Switzerland AG, Schweiz (2012 bis 2014)
  • Gruppenleiter Bioanalytik GxP, Molecular Partners AG, Schweiz (2014 bis 2018)
  • Gründer und CEO von Dr. Feurstein Medical Hemp GmbH (2017 bis heute)
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