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CBD-Öl für Hunde: Große Langzeitstudie untersucht Gesundheit und Verhalten
Eine der bislang größten Untersuchungen zu CBD-Öl für Hunde analysierte Daten von mehr als 47.000 Hunden. Die Ergebnisse zeigen, bei welchen Erkrankungen CBD besonders häufig eingesetzt wird und welche langfristigen Veränderungen im Verhalten beobachtet wurden.Der Markt für CBD-Öl für Hunde wächst seit Jahren kontinuierlich. Viele Hundehalter berichten von positiven Erfahrungen bei Arthrose, Schmerzen, Ängsten oder altersbedingten Beschwerden. Mehr erfahren: Wie wirkt CBD bei Hunden?
Doch wie sieht die wissenschaftliche Datenlage aus? Eine im Jahr 2025 veröffentlichte Studie des Dog Aging Project (DAP) liefert nun spannende Einblicke. Die Forscher analysierten Daten von 47.355 Hunden und untersuchten, welche Hunde CBD erhalten, bei welchen Erkrankungen es eingesetzt wird und welche langfristigen Auswirkungen auf das Verhalten beobachtet werden können.
Was untersuchte die Dog Aging Project Studie?
Das Dog Aging Project gehört zu den größten Forschungsprojekten zur Gesundheit und Alterung von Hunden weltweit. Für die aktuelle Untersuchung werteten die Wissenschaftler umfangreiche Umfragedaten von Hundehaltern in den USA aus. Die Studie verfolgte drei zentrale Fragestellungen:
- Welche Hunde erhalten CBD-Produkte?
- Mit welchen Erkrankungen wird die Anwendung von CBD in Verbindung gebracht?
- Verändert sich das Verhalten von Hunden bei langfristiger CBD-Nutzung?
Dabei wurden die Tiere in drei Gruppen eingeteilt:
- regelmäßige CBD-Nutzung
- gelegentliche CBD-Nutzung
- keine CBD-Nutzung
Zusätzlich analysierten die Forscher Verhaltensdaten von Hunden, die über mindestens zwei Jahre hinweg konsequent CBD erhielten.
CBD wird vor allem bei älteren Hunden eingesetzt
Ein zentrales Ergebnis der Studie: CBD-Öl für Hunde wird deutlich häufiger bei älteren Tieren verwendet.
Das durchschnittliche Alter betrug:
- 10,2 Jahre bei regelmäßiger CBD-Nutzung
- 8,1 Jahre bei gelegentlicher Nutzung
- 7,6 Jahre bei Hunden ohne CBD
Die Forscher vermuten, dass viele Hundehalter CBD gezielt einsetzen, um altersbedingte Beschwerden zu unterstützen. Dazu gehören insbesondere Gelenkprobleme, Schmerzen oder kognitive Veränderungen im Alter. Interessanterweise spielten andere Faktoren wie:
- Körpergewicht
- Rasse
- Aktivitätsniveau
- Kastrationsstatus
nur eine untergeordnete Rolle.
In welchen Regionen wird CBD häufiger genutzt?
Die Studie zeigte außerdem einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Nutzung von CBD und der gesetzlichen Situation in den jeweiligen US-Bundesstaaten. In Staaten mit legalisiertem medizinischem Cannabis wurde CBD für Hunde deutlich häufiger verwendet. Die Wissenschaftler sehen darin einen Hinweis darauf, dass die persönliche Einstellung der Halter gegenüber Cannabis-Produkten einen wichtigen Einfluss auf die Entscheidung zur Verwendung von CBD bei Haustieren haben könnte.
Bei welchen Erkrankungen wird CBD besonders häufig eingesetzt?
Besonders interessant ist die Analyse der Gesundheitszustände von Hunden mit CBD-Nutzung. Die Forscher fanden sieben Erkrankungen, bei denen Hunde deutlich häufiger CBD erhielten:
1. Arthrose
Arthrose war eine der häufigsten Diagnosen bei CBD-Nutzern. Da Gelenkschmerzen die Lebensqualität vieler älterer Hunde erheblich beeinträchtigen, suchen zahlreiche Halter nach ergänzenden Unterstützungsmöglichkeiten.
2. Demenz und kognitive Dysfunktion
Hunde mit altersbedingten Gedächtnis- und Orientierungsproblemen erhielten ebenfalls überdurchschnittlich häufig CBD-Produkte.
3. Epilepsie und Anfälle
Besonders interessant: Für Epilepsie bei Hunden existieren bereits erste wissenschaftliche Hinweise auf mögliche positive Effekte von CBD. Die aktuelle Studie bestätigt, dass viele Halter CBD gezielt bei dieser Erkrankung einsetzen.
4. Krebs
Auch Hunde mit Krebserkrankungen erhielten häufiger CBD. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass die Studie keine Aussage über eine Wirksamkeit bei Krebs erlaubt.
5. Hüftdysplasie
Chronische Schmerzen und Bewegungseinschränkungen könnten ein Grund sein, weshalb viele Besitzer von Hunden mit Hüftdysplasie zu CBD greifen.
6. Chronischer Durchfall
7. Magen-Darm-Erkrankungen
Auch bei gastrointestinalen Beschwerden wurde CBD häufiger verwendet. Gleichzeitig weisen die Autoren darauf hin, dass ölige Nahrungsergänzungen in manchen Fällen selbst Verdauungsprobleme verursachen können.
Langfristige Veränderungen im Verhalten
Der spannendste Teil der Studie betrifft die Verhaltensentwicklung über mehrere Jahre. Für diese Analyse wurden 17.730 Hunde ausgewertet:
- 331 Hunde mit mindestens zwei Jahren kontinuierlicher CBD-Nutzung
- 17.399 Hunde ohne CBD-Nutzung
Dabei untersuchten die Wissenschaftler sieben verschiedene Verhaltensbereiche.
Weniger intensive Aggressionen bei langfristiger CBD-Nutzung
Das wichtigste Ergebnis: Hunde mit langfristiger CBD-Nutzung zeigten über die Zeit einen stärkeren Rückgang aggressiver Verhaltensweisen als Hunde ohne CBD. Interessanterweise waren diese Hunde zu Beginn der Untersuchung sogar auffälliger:
- höhere Aggressionswerte
- stärkere Reaktionen auf fremde Situationen
- stärkere Reaktionen gegenüber anderen Tieren
Im Verlauf der Jahre nahmen diese Verhaltensweisen jedoch deutlicher ab als in der Vergleichsgruppe.
Was bedeutet das für Hundehalter?
Die Forscher betonen, dass diese Ergebnisse keine Ursache-Wirkungs-Beziehung beweisen. Mögliche Erklärungen sind:
- direkte Effekte von CBD
- begleitendes Verhaltenstraining
- zusätzliche Medikamente
- bessere Schmerzbehandlung
- andere Umweltfaktoren
Dennoch sehen die Autoren hier einen wichtigen Ansatzpunkt für zukünftige klinische Studien.
Kann CBD beim Hundetraining helfen?
Die Studienautoren halten die Beobachtung für besonders interessant, da frühere kontrollierte Untersuchungen bereits Hinweise auf positive Effekte von CBD bei:
- Stress
- Trennungsangst
- Belastungssituationen
gefunden hatten.
Sollten zukünftige Studien die Ergebnisse bestätigen, könnte CBD-Öl für Hunde langfristig eine ergänzende Rolle im Verhaltensmanagement spielen. Wichtig ist jedoch: CBD ersetzt weder professionelle Verhaltenstherapie noch ein strukturiertes Training.
Was sind die Grenzen der Studie?
Trotz ihrer beeindruckenden Größe besitzt die Untersuchung einige Einschränkungen. Die Daten basieren auf Angaben der Hundehalter. Daher konnten die Forscher nicht exakt erfassen:
- welche CBD-Produkte verwendet wurden
- welche Dosierungen eingesetzt wurden
- wie hoch die tatsächliche Wirkstoffaufnahme war
- welche zusätzlichen Therapien parallel stattfanden
Die Ergebnisse zeigen daher Zusammenhänge, beweisen jedoch keine direkte Wirkung von CBD.
Hochwertiges CBD-Öl für Hunde
Wenn du CBD-Produkte für deinen Hund suchst, achte auf:
- THC-freie Rezepturen
- Laboranalysen
- hochwertige Hanfextrakte
- transparente Herkunft
Fazit: Was lernen wir aus der Studie?
Die aktuelle Dog Aging Project Studie gehört zu den größten Untersuchungen über CBD-Öl für Hunde weltweit. Die wichtigsten Erkenntnisse:
- CBD wird vor allem bei älteren Hunden eingesetzt.
- Besonders häufig erhalten Hunde mit Arthrose, Demenz, Epilepsie, Krebs oder Hüftdysplasie CBD-Produkte.
- Langfristige CBD-Nutzer zeigten eine stärkere Abnahme aggressiver Verhaltensweisen.
- Die Ergebnisse liefern interessante Hinweise, beweisen jedoch keine therapeutische Wirksamkeit.
- Weitere kontrollierte klinische Studien sind notwendig, um Nutzen und Risiken genauer zu bewerten.
Für Hundehalter bedeutet dies: Die wissenschaftliche Forschung zu CBD-Öl für Hunde und Menschen entwickelt sich dynamisch. Die vorliegenden Daten deuten auf potenzielle Einsatzgebiete hin, gleichzeitig bleibt die Evidenz für viele Anwendungen noch begrenzt. Eine Anwendung sollte daher stets in Absprache mit einem tiermedizinischen Experten erfolgen.
Quelle:
Demographic features, health status, and behavioral changes associated with cannabidiol use in the Dog Aging Project. Front. Vet. Sci., 28 November 2025, Sec. One Health, Volume 12 - 2025 | https://doi.org/10.3389/fvets.2025.1666663
Bilder: HANAFSAN, ChatGPT

















