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Hanf Fakten

Neurodermitis (atopische Dermatitis): Wie CBD-Öl und CBD-Hanf Naturkosmetik die Hautbarriere unterstützen könnten

Neurodermitis (atopische Dermatitis) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz und gestörter Hautbarriere. Eine aktuelle Studie (2025) zeigt, dass Cannabinoide wie CBD-Öl und CBD-Hanf Naturkosmetik entzündungshemmende und juckreizlindernde Eigenschaften haben könnten und als ergänzende Therapieoption erforscht werden.

Neurodermitis, medizinisch als atopische Dermatitis bezeichnet, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch trockene Haut, Juckreiz (Pruritus) und eine gestörte Hautbarriere gekennzeichnet ist. Millionen Menschen weltweit sind betroffen, häufig bereits im Kindes- und Jugendalter. Standardtherapien wie Feuchtigkeitscremes und Kortikosteroide sind wirksam, stoßen jedoch bei langfristiger Anwendung an Grenzen. Genau hier setzt die aktuelle Forschung an: Neue Studien untersuchen ergänzende Ansätze – darunter insbesondere Cannabinoide wie CBD-Öl und topische Anwendungen aus CBD-Hanf Naturkosmetik.
Eine aktuelle Übersichtsarbeit im Journal of Cannabis Research (2025) zeigt, dass Cannabinoide potenziell entzündungshemmende, juckreizlindernde und antioxidative Eigenschaften besitzen und damit eine interessante Ergänzung in der Behandlung der atopischen Dermatitis darstellen könnten.

Was ist Neurodermitis (atopische Dermatitis)?

Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung der Hautbarriere. Typische Symptome sind:

  • starker Juckreiz
  • trockene, schuppige Haut
  • entzündliche Ekzeme
  • erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Reizstoffen

Die Erkrankung entsteht durch ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Immunreaktionen und einer gestörten Hautbarriere. Besonders problematisch ist der anhaltende Juckreiz, der zu Kratzen, Entzündungen und weiteren Hautschäden führt.

Klassische Therapie – wirksam, aber nicht perfekt

Die Standardbehandlung umfasst:

  • rückfettende Pflege (Emollienzien)
  • Kortikosteroide
  • Calcineurin-Inhibitoren
  • PDE4- und JAK-Inhibitoren
  • systemische Antikörpertherapien bei schweren Verläufen

Diese Therapien können Symptome effektiv kontrollieren, haben aber Einschränkungen:

  • Kortikosteroide können bei Langzeitanwendung Nebenwirkungen wie Hautatrophie verursachen
  • viele systemische Therapien sind teuer
  • Juckreiz bleibt oft ein ungelöstes Kernproblem

Genau deshalb wächst das Interesse an ergänzenden, gut verträglichen Ansätzen wie CBD-Öl und pflanzenbasierten Hautpflegeprodukten.

Die Rolle des Endocannabinoid-Systems in der Haut

Die Haut besitzt ein eigenes endocannabinoides System mit CB1- und CB2-Rezeptoren. Diese sind beteiligt an:

  • Immunregulation
  • Entzündungsprozessen
  • Schmerz- und Juckreizverarbeitung
  • Hautbarriere-Funktion

Enzyme wie FAAH und MAGL regulieren die Konzentration körpereigener Cannabinoide. Studien zeigen, dass diese Rezeptoren auch in Keratinozyten, Immunzellen und Nervenfasern der Haut vorkommen. Genau hier setzen Cannabinoide wie CBD (Cannabidiol) an.

Neue Studie (2025): Cannabinoide bei atopischer Dermatitis

Die Übersichtsarbeit Geraldo Stoco & Mazzola (2025, Journal of Cannabis Research) fasst aktuelle Daten zusammen:

  1. Cannabinoide wirken entzündungshemmend
  2. sie können Juckreiz (Pruritus) reduzieren
  3. sie besitzen antioxidative Eigenschaften
  4. teilweise zeigen sie auch antimikrobielle Effekte

Besonders untersucht wurden:

  • CBD (Cannabidiol)
  • THC
  • PEA (Palmitoylethanolamid)
  • synthetische Cannabinoide wie Dronabinol

Die Studienlage zeigt vielversprechende Effekte, allerdings ist die klinische Evidenz beim Menschen noch begrenzt.

Juckreiz als Hauptproblem bei Neurodermitis

Juckreiz ist eines der belastendsten Symptome der atopischen Dermatitis. Er entsteht über komplexe Signalwege:

  • histaminabhängige und histaminunabhängige Mechanismen
  • Aktivierung von TRPV1-Rezeptoren
  • Zytokine wie IL-4, IL-13 und IL-31

Cannabinoide können laut Studien diese Prozesse beeinflussen, insbesondere durch:

  • Modulation von TRP-Rezeptoren
  • Hemmung entzündlicher Signalwege
  • Reduktion neuronaler Aktivierung

CBD-Öl und Haut: mögliche Wirkmechanismen

CBD-Öl wird häufig sublingual oder topisch angewendet und könnte mehrere Effekte haben:

  • Reduktion von Entzündungsmediatoren (z. B. TNF-α, IL-6)
  • antioxidativer Schutz vor oxidativem Stress
  • Unterstützung der Hautbarriere
  • Einfluss auf Juckreiz-Signalwege

In Studien wurde beobachtet, dass Cannabidiol:

  • die Lipidperoxidation reduzieren kann
  • antioxidative Enzyme unterstützt
  • möglicherweise die Hautbarriere stabilisiert

Wichtig: Die klinische Evidenz beim Menschen ist noch nicht eindeutig.

CBD-Hanf Naturkosmetik als ergänzende Hautpflege

Topische Produkte wie CBD-Hanf Naturkosmetik (Cremes, Lotionen, Salben) werden zunehmend untersucht. Mögliche Vorteile:

  • Verbesserung der Hautfeuchtigkeit
  • Unterstützung der Hautbarriere
  • entzündungshemmende Effekte direkt auf der Haut
  • mögliche Reduktion von Juckreiz

Besonders interessant ist die Kombination aus:

  • Cannabidiol (CBD)
  • Ceramiden
  • pflanzlichen Lipiden

Diese Kombination könnte die natürliche Hautbarriere bei Neurodermitis unterstützen.

Hautbarriere, Ceramide und CBD

Ein zentraler Faktor bei atopischer Dermatitis ist der Mangel an Ceramiden. Ceramide sind wichtig für:

  • Schutz vor Wasserverlust (TEWL)
  • Stabilität der Hautbarriere
  • Schutz vor Reizstoffen

Studien zeigen, dass CBD:

  • die Aktivität von Enzymen beeinflussen kann, die Ceramide regulieren
  • die Hautfeuchtigkeit verbessern könnte
  • möglicherweise die Barrierefunktion unterstützt

Damit entsteht ein interessanter Forschungsansatz für moderne Hautpflegeprodukte.

Antioxidativer und antimikrobieller Effekt

Neben Entzündungen spielt auch oxidativer Stress eine Rolle bei Neurodermitis. Cannabinoide, insbesondere CBD, zeigen in Studien:

  • Reduktion von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS)
  • Schutz vor Zellschäden
  • mögliche antibakterielle Wirkung gegen Staphylococcus aureus

Gerade dieser Keim ist bei Neurodermitis-Patienten häufig überrepräsentiert und kann Entzündungen verstärken.

Grenzen der aktuellen Forschung

Trotz vielversprechender Daten gilt:

  • viele Studien sind präklinisch (Tier- oder Zellstudien)
  • klinische Studien am Menschen sind begrenzt
  • Ergebnisse sind teilweise widersprüchlich
  • rechtliche Rahmenbedingungen erschweren Forschung

Die aktuelle Studienlage betont daher klar: Cannabinoide sind kein Ersatz, sondern nur ein möglicher ergänzender Ansatz.

Fazit – Zukunft von CBD bei Neurodermitis

Die Forschung zeigt ein wachsendes Interesse an Cannabinoiden als ergänzende Therapie bei Neurodermitis (atopischer Dermatitis). Besonders CBD-Öl und CBD-Hanf Naturkosmetik stehen im Fokus, da sie potenziell:

  • Entzündungen reduzieren
  • Juckreiz lindern
  • die Hautbarriere stärken
  • oxidativen Stress senken

Die Studie von 2025 unterstreicht jedoch klar: Es braucht weitere hochwertige klinische Studien, um Wirksamkeit und Sicherheit eindeutig zu bestätigen. Cannabinoide sind ein vielversprechender Forschungsansatz – aber noch kein etabliertes Standardtherapeutikum.

Quellenangabe: Geraldo Stoco, A. A., & Mazzola, P. G. (2025). Therapeutic potential of cannabinoids for treating atopic dermatitis. Journal of Cannabis Research, 7:57. https://doi.org/10.1186/s42238-025-00317-4

Bilder: MUTHIA ASHIFA SALSABELLA auf Unsplash, Bundo Kim auf Unsplash, Shutterstock

Redaktioneller Inhalt wurde von Dr. Daniel Feurstein überprüft. ✓

Dr. Daniel Feurstein
Ausbildung:
  • Biologie-Studium an der Universität Konstanz mit Schwerpunkt Biochemie und Pflanzenphysiologie (2000 bis 2005)
  • Promotion am Lehrstuhl für Human- & Umwelttoxikologie an der Universität Konstanz (2006 bis 2009)
  • Post-Doc am renommierten Scripps Research Institute in Florida, USA (2010 bis 2011)
Berufserfahrung:
  • Study Director Bioanalytical Studies, Celerion Switzerland AG, Schweiz (2012 bis 2014)
  • Gruppenleiter Bioanalytik GxP, Molecular Partners AG, Schweiz (2014 bis 2018)
  • Gründer und CEO von Dr. Feurstein Medical Hemp GmbH (2017 bis heute)
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