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Was ist CBD?

Cannabidiol (CBD)

Cannabidiol (CBD)

Hanfblüten

Cannabidiol (CBD) ist eines von mehr als 100 bekannten Cannabinoiden. Cannabinoide sind natürlich vorkommende Moleküle der pflanzlichen Gattung Cannabis.

CBD wird, wissenschaftlich belegt, ein signifikanter Nutzen zugesprochen. Das Molekül Cannabidiol entsteht durch Decarboxylierung der Vorläufer Cannabidiol-Säure.  Diese ensteht wiederum aus Cannabigerol (CBG). CBD stammt aus kontrolliertem Anbau und zwar aus den Blättern und/oder Blüten (Fruchtstände) der Pflanze Cannabis. Verwendet werden hierzu zuglassene EU-Nutzhanf Sorten. Die Menge an natürlichen Cannabinoiden in den Pflanzen variiert stark und hängt hauptsächlich von der Sorte und den Wachstumsbedingungen wie Sonne, Regen, Bodenbeschaffenheit etc. ab.
Chemisch betrachtet ist CBD ein lipophiles Molekül. Das bedeutet, dass es sich gut in Fett und Alkohol lösen lässt - nicht jedoch in Wasser. Aufgrund der "fettliebenden" Eigenschaften, ist CBD unter anderem gut als kosmetischer Inhaltsstoff geeignet.

100% legal

Das 100 Prozent legale NICHT-psychoaktive CBD verursacht kein „high“, im Gegensatz zu dem psychoaktiven und medizinisch bedeutsamen Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC).

Vielzahl zellulärer Rezeptoren

Die genaue Charakterisierung von CBD hinsichtlich den molekularbiologischen Funktionen und Mechanismen ist derzeit Bestandteil der internationalen Forschung. Wissenschaftlich beschrieben und teilweise gut belegt sind in-vitro Bindungen von CBD mit unterschiedlichen Affinitäten an eine Vielzahl zellulärer Rezeptoren, unter anderem an die Cannabinoid Rezeptoren CB1 und CB2, Ionen Kanäle und G-Protein gekoppelte Rezeptoren.

Forschungsprojekte

Zahlreiche internationale wissenschaftliche Forschungsprojekte von Pharmaunternehmen, Universitäten, staatlichen und privaten Einrichtungen unterstreichen das Potential von Cannabis und CBD. Dies wiederum wird belegt durch die hohe und stark wachsende Zahl an Studien. Dieser Trend und Erfolg zeigt sich unter anderem in neuen Zulassungen und Patentanmeldungen in den unterschiedlichsten Sektoren, die auf Cannabinoiden beruhen.


Unser Endocannabinoidsystem – benannt nach dem Hanf!

Wie ist es möglich, dass Cannabinoide aus der Hanfpflanze in unserem Körper auf so vielfältige Weise ausgleichend und unterstützend wirken können?

Weil sie sich bzw. ihren Gegenspieler „kennen“ und sozusagen wie füreinander geschaffen sind! Man spricht vom Schlüssel-Schloss Prinzip.

Grund für diesen Mechanismus ist ein Teil unseres Nervensystems, unser körpereigenes  Endocannabinoidsystem (ECS) - hinter der sachlich nüchternen Bezeichnung verbirgt sich eine faszinierende interzelluläre Kommunikation, die maßgeblich unseren Gesundheitszustand mitbestimmt.

Die entscheidende Rolle spielen dabei die sognenannten Endocannabinoide, die der Körper selber produziert. Bekannt sind bis heute etwa 200 Endocannabinoid-ähnliche körpereigene Substanzen, wovon die meisten in ihrer Wirkung noch gar nicht umfassend erforscht sind.

Unterstützt werden die Endocannabinoide von exogenen Cannabinoiden, die wir „von außen“, zum Beispiel durch Pflanzen wie dem Hanf zu uns nehmen.

Altbewährt und eng verbunden mit dem Hanf!

Aufgrund der Ähnlichkeit von körpereigenen und exogenen Cannabinoid-Verbindungen ist dieses System in uns nach der Cannabis-Pflanze benannt - erst 1992 entdeckt und doch schon uralt. Forschungen haben gezeigt, dass nicht nur wir ein solches ECS besitzen, sondern alle Wirbeltiere, zu denen die Säugetiere, Vögel, Fische, Amphibien und Reptilien gehören. Und es gibt Hinweise, dass es bereits bei Tieren aus der Urzeit, die vor ca. 600 bis 550 Millionen Jahren gelebt haben, vorhanden war! Auch aus dieser evolutionären Perspektive betrachtet, scheint das ECS offensichtlich eine gewisse Wichtigkeit darzustellen.

Die Endocannabinoide haben die herausfordernde Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alles in unserem Körper harmonisch zusammenwirkt: das Nerven- und Immunsystem, Hormone und Drüsen, unser Herz-Kreislauf- und Verdauungssystem, unsere Atmung und viele weitere Stoffwechselprozesse – wir können nur erahnen, wie komplex vernetzt alle diese Vorgänge sind.

Als natürliche Botenstoffe übermitteln die Endocannabinoide im Gehirn und anderen Organen Nachrichten unter anderem über unseren körperlichen Zustand und veranlassen dadurch entsprechende Zellreaktionen. Doch wie wird eine solche Reaktion getriggert?

Das Schlüssel-Schloss-Prinzip: Rezeptoren bestimmen, wer andocken darf

Cannabinoide verbinden sich wie „Schlüssel“ mit passenden „Schlössern“, den Rezeptoren, die sich in Form spezialisierter Proteinmoleküle auf der Oberfläche von Zellmembranen befinden. Diese Andock-Manöver führen zu einer Kommunikation über chemische Signale und lösen in den Zellen entweder blockierende Reaktionen aus, zum Beispiel um Entzündungen einzudämmen, oder sie stimulieren Prozesse wie zum Beispiel das Wachstum von Knochen.
Am besten erforscht sind bisher die beiden Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2, die in fast allen Geweben zu finden sind! An diesen Rezeptoren werden nicht nur körpereigene Cannabinoide aktiv. Unsere Zellen können ebenso empfänglich sein für exogene Cannabinoide wie zum Beispiel für das nicht-psychoaktive Cannabidiol (CBD) aus der Hanfpflanze.

Wirkungsbereiche von CB1-Rezeptoren

Die meisten CB1-Rezeptoren befinden sich im Gehirn und im autonomen Nervensystem. Werden sie aktiviert, beeinflussen sie auch die Freisetzung anderer Neurotransmitter wie Noradrenalin, Serotonin, Dopamin, GABA, Histamin und die Endorphine und fördern so die Feinabstimmung zahlreicher neuronaler und stoffwechselgesteuerter Vorgänge in unserem Körper. Sie unterstützen die geistige Leistungsfähigkeit, wirken angstlindernd und stimmungsstabilisierend, verbessern die Verarbeitung von Sinneseindrücken, unterstützen die exakte Koordination von Bewegungsabläufen, beeinflussen die Schmerzempfindung und schützen unsere Hirnzellen vor Schädigungen. Außerdem  regulieren sie die Herzschlagfrequenz, drosseln bzw. regen die Verdauungsvorgänge an und schützen unsere Leberzellen, z. B. vor der Einwirkung von Alkohol.

Vorkommen der CB2-Rezeptoren

CB2-Rezeptoren sind vermehrt im Gewebe der äußeren Körperbereiche lokalisiert, auch konzentriert auf Zellen des Immunsystems.
Im peripheren Nervensystem regulieren sie die Schmerzentstehung und Schmerzwahrnehmung und stärken unser Immunsystem. CB2-Rezeptoren auf knochenbildenden Zellen steuern nach ihrer Stimulation deren Wachstum. Aber auch in Herz, Leber, Haut, Keimdrüsen und im Verdauungssystem werden diese Rezeptoren exprimiert. Auch im Gehirn lösen aktivierte CB2-Rezeptoren entzündungshemmende Reaktionen aus.

Relativ gut erforscht ist die Wirkungsweise von Anandamid, einem endogenen Cannabinoid, dessen Bezeichnung  so viel  bedeutet wie „Glückseligkeit“! Während der Schwangerschaft fördert es die embryonale Gehirnentwicklung und schützt nach Verletzungen unsere Nervenzellen im Gehirn. Es kann Ängste und belastende Erinnerungen abmildern und sorgt gemeinsam mit unserem körpereigenen „Belohnungssystem“ für unser Wohlbefinden, wodurch es zu seinem Namen kam.

Chemisch gesehen ist  Anandamid das Ethanolamin-Derivat der Arachidonsäure, eine vierfach ungesättigte Omega-6-Fettsäure, die besonders häufig im zentralen Nervensystem vorkommt. Zur Bildung von Ananamid benötigt der Körper außerdem Linolsäure, die reichlich im Hanföl enthalten ist!
Wenn wir erkranken, reagiert unser Endocannabinoidsystem, um Störungen auszugleichen, indem es sowohl die Menge der normalerweise produzierten Endocannabinoide, als auch die Zahl der Cannabinoidrezeptoren verändert. Zur Schmerzlinderung beispielsweise steigt die Anandamid-Konzentration in Hirnregionen, die für die Schmerzverarbeitung zuständig sind oder sie nimmt bei mangelnder Nahrungsaufnahme zu, um den Appetit anzuregen.
Bei Schmerzen aufgrund von Nervenverletzungen oder bei chronischen Entzündungen des Darms hat sich gezeigt, dass auch die Anzahl der Cannabinoid-Rezeptoren gestiegen ist, was dazu führen kann, dass endogene und exogene Cannabinoide besser wirksam sind.

Unser Endocannabinoidsystem will versorgt sein

John Mc Partland, ein Wissenschaftler von der amerikanischen Universität Vermont in Burlington hat erforscht, was es dafür braucht: Wichtig sind ausreichend Omega-6 und vor allem Omega-3-Fettsäuren, wie wir sie reichlich im Hanföl sowie in Lachs, Makrelen oder Hering finden. Diese Fettsäuren unterstützen die Funktion des ECS, weil sie für die Synthese von Endocannabinoiden gebraucht werden, und regen außerdem die Neubildung von Cannabinoid-Rezeptoren an, verbunden mit der Steigerung ihrer  Aktivität. Übermäßiger Stress braucht entsprechend ausgleichende Erholung und mit Sport und regelmäßiger Bewegung unterstützen wir zum Beispiel die Bildung neuer CB1-Rezeptoren und „verjüngen“ so unser ECS. Spannend ist auch - lebende Mikroorganismen, z. B. aus  probiotischen Lebensmitteln können die Bildung von CB1- und CB2-Rezeptoren im Darm anregen.

Ist unser ECS aufgrund von zu wenig Cannabinoiden unterversorgt, führt dies möglicherweise zum sogenannten Endocannabinoid-Mangelsyndrom, was sich mit leichteren Symptomen wie Konzentrationsschwierigkeiten, depressiven Verstimmungen oder Schlafstörungen bemerkbar machen kann. Es steht unterdessen aber auch im Verdacht, gravierendere Erkrankungen auszulösen. So haben Untersuchungen mit Migräne-Patienten gezeigt, dass die Konzentration des körpereigenen Cannabinoids Anandamid in der Gehirnflüssigkeit deutlich verringert war.

Forschungen an der Universität Graz und München kamen zu dem Ergebnis, dass sich durch die Gabe von exogenen Cannabinoiden die Beschwerden beim Reizdarmsyndrom offenbar lindern ließen, was ebenfalls auf einen Mangel an körpereigenen Cannabinoiden hindeutet.

Nach heutigem Kenntnisstand wirken im ECS drei Akteure als perfektes Team zusammen:

  • Die beiden Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2
  • Die beiden Signalmoleküle Arachidonylethanolamid (AEA oder Anandamid) und 2-Arachidonylglycerin (2-AG)
  • Enzyme für die Synthese und den Abbau der beiden Signalmoleküle:
    • DAGL-alpha und DAGL-beta (für die Synthese von 2-AG)
    • NAPE selektive Phospholipase D (für die Synthese von AEA)
    • MAGL (für den Abbau von 2-AG)
    • FAAH (für den Abbau von AEA)

Dabei sollten wir das ECS nicht isoliert betrachten, denn es arbeitet unter anderem mit dem Endorphin,- dem Immun- und dem Vanilloidsystem  zusammen, das unter anderem an der „Umwandlung“ von akuten in chronische Schmerzen verantwortlich ist. Durch deren Modifikation reguliert das ECS eine Menge Prozesse: Entzündungen, Schmerzen, Knochen-und Gehirngesundheit, die Bildung neuer Nervenzellen,  die Fett- und Zuckerverarbeitung, unsere Stimmung und den Hormonhaushalt.

Dabei sind die beiden Signalmoleküle AEA und 2-AG nur Substanzen „auf Abruf“. Ergibt sich im Körper ein akuter Bedarf, wenn  beispielsweise die CB1- oder CB2-Rezeptoren im zentralen Nervensystem oder in anderen Organen zunehmen, werden sie kurzfristig gebildet, aktivieren die Rezeptoren und dann nach getaner Arbeit von den entsprechenden Enzymen wieder abgebaut.
 
Quellen:
Grotenhermen, F.: Hanf als Medizin. Nachtschatten Verlag, 2017.
Meidinger, W.: Natürlich heilen mit Cannabis. Kopp Verlag, 2019.
Raab, A.: Weißbuch Cannabis. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2017.
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McPartland, J., PoS One, 2014, 9(3): e89566; doi: 10.1371/journal.pone.0089566.
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Marjan, N. et al, Life Science 2016 Feb 1;146:124-30.doi: 10.1016/j.lfs.2015.12.053. Epub 2016 Jan 5.

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